© 2016 by das Zwergennest - Kinderbetreungsverein.

Pädagogisches Konzept

 1.) Das „Zwergennest“ ist ein gemeinnütziger Verein für Kinderkrippen und Trägerverein für Tagesmütter.

2.) Organisatorisches Konzept:

2.1 Zielsetzung:
Immer mehr Frauen üben eine Tätigkeit außer Haus aus. Entweder um den Lebensunterhalt zu verdienen (Alleinerzieherinnen), oder um das Gehalt des Partners aufzustocken.
Viele Frauen, besonders solche mit hohem Bildungsstand und gutem Einkommen wollen ihren Beruf nicht aufgeben oder sich zwischen Kind und Beruf entscheiden müssen; Kind und Beruf sollen vereinbar sein!
Aber auch soziale Aspekte dürfen nicht vernachlässigt werden. Durch die Zunahme der Ein-Kind-Familien.  lernt das Kind nicht sich einzuordnen, sich mit seinesgleichen  auseinander zu setzen, sich zu reiben und miteinander auszukommen. Es ist sozial und psychologisch ganz von der Erwachsenenwelt geprägt.
Aus diesen Gründen brauchen wir Betreuungseinrichtungen für Klein- und Kleinstkinder. Das Zwergennest ist eine wertvolle Ergänzung zur Familie, und die Kinder können schon früh soziale Kontakte zu Gleichaltrigen knüpfen.

2.2 Gruppengröße
Das „Zwergennest“ kann 14 Kinder betreuen.
„Schnupperkinder“ und „Gästekinder“ (Besuche, Geschwister, usw.) sind erlaubt.
Weiters dürfen die Eltern in der Eingewöhnungsphase selbstverständlich, solange sie es für nötig erachten, in der Gruppe bleiben.

2.3 Alter der Kinder
Die Kinder im „Zwergennest“ haben ein Alter zwischen 0 und 3 Jahre. Sollte ein Kind während des Kindergartenjahres das 3. Lebensjahr überschreiten, so darf es bis zum Beginn des nächsten Kindergartenjahres die Einrichtung besuchen.



2.4 Betriebsform
Das „Zwergennest“ ist ein Ganzjahresbetrieb.
Die Kinderkrippe ist in den ersten drei Sommerferienwochen wegen Betriebsurlaub geschlossen.

2.5 Betreuungszeiten
a) Halbtags:
Öffnungszeiten: …………7.30 – 13.30 Uhr
Betreuungszeiten: ………8.00 – 13.00 Uhr
Bring – und Abholzeiten: .7.30 – 8.00 und 13.00 – 13.30 Uhr

b) Tagesmutterbetreuung 13 – 17 Uh


2.6 Personalprogramm
1 Kindergartenpädagogin für 40
1 Kinderbetreuerin für 25 Stunden
1 Kinderbetreuerin für 20 Stunden

Kindergartenpädagogin:
Susanne Kicker (Leitung)

Kinderbetreuerinnen:

Bernadette Uhl

Melissa Klima

Angela Kunter


Tagesmutter für Nachmittagsbetreuung:
Petra Bauer

2.7 Betreuungsbeiträge
im städtischen Tarifsystem max. Halbtag mit Essen 253,06 Euro

Antrag auf Landesförderung möglich

3.) Raumprogramm – Raumgestaltung:


Das „Zwergennest“ ist in einer 120,98 m2 Wohnung im 2. Stock untergebracht. Das Haus verfügt über einen Lift.


Die Wohnung besteht aus folgenden Räumen!

Eingangsbereich:
Der Vorraum der Wohnung ist als kindgerechte Garderobe ausgestattet.

Wohnküche:
Diese ist mit einer Küchenzeile, einem großen Esstisch, einem Schreibtisch und einem Tisch für kreative Aktivitäten der Kinder ausgestattet.
Der Raum soll auch als Kommunikationsraum für Besprechungen im Team, sowie Elterngespräche dienen.
Abstellraum:
In diesem befinden sich, für die Kinder unzugänglich, Putzutensilien, Bildungs- und Arbeits- sowie Bau- und Konstruktionsmaterialen. Weiters bietet er Platz für die persönlichen Dinge des Personals.
Spiel – und Bewegungsraum:
Dieser Raum ist ausschließlich nach den Bedürfnissen der Kinder eingerichtet. Er ist in folgende Bildungsbereiche unterteilt:
- Rollenspiel
- Gesellschaftsspiel
- Wohn – und Familienspiel
- Bauen und Konstruieren
- Kuschelecke
- Leseecke
Ein Großteil der Materialien ist für die Kinder jederzeit zugänglich.
Sanitärraum:
Dort befinden sich Waschbecken, Dusche und 2 einzeln begehbare Toiletten, sowie eine Waschmaschine.
Schlaf- und Ruheraum:
Dieser ist mit Gitterbetten und Matratzen ausgestattet. Er ist nur mit Oberlichte ausgestattet und relativ ruhig und dunkel. Eine Türe führt in die Garderobe, welche auch als Notausgang fungiert.

Außenbereich:
Alle Spielplätze der Siedlung können mitbenutzt werden. Sie liegen im Siedlungsinnenhof und dieser ist autofreie Zone.
Auf den Spielplätzen finden die Kinder ein vielfältiges Angebot zum Klettern, Rutschen, Laufen, Sandspielen und Schaukeln und können so ihrem Bedürfnis nach Bewegung und Aktivität voll nachkommen.

4.)  Pädagogisches Konzept:

4.1 Zielsetzungen:
Bei allem, was wir tun, geben wir den Kindern Zeit und Raum, respektieren die Individualität jedes einzelnen und holen jedes Kind dort ab, wo es steht.

a) Unterstützung und Förderung der Kinder auf allen Entwicklungsstufen und in allen Bereichen des kindlichen Lernens:
Körperliche / Motorische Entwicklung:
Die Kinder können sich gefahrlos im Raum und im Gelände bewegen, neue Bewegungsmuster erproben und erlernen. Die Erzieherinnen unterstützen die Kinder mit adäquaten Hilfestellungen und bieten ihnen durch verschiedenartige altersgemäße, auf die individuellen Unterschiede abgestimmte Angebote vielfältige Bewegungsmöglichkeiten. Durch positive Rückmeldungen verstärken sie den Eigenantrieb der Kinder ihre motorischen Fähigkeiten zu festigen und zu erweitern. Dadurch nimmt die Körperbeherrschung der Kinder zu, ihr Selbstbewusstsein wird gestärkt und sie lernen in Ansätzen gegenseitige Rücksichtnahme und Hilfsbereitschaft.

Sprachentwicklung:
Die Sprache hat in kindliche Entwicklung ebenso wie das Spiel eine übergeordnete Funktion. Sie dringt als Kommunikations- und Erkenntnismittel in alle Gebiete der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes ein.
Normalerweise lernt das Kind aus eigenem Antrieb sprechen. Die vielen Möglichkeiten der Erzieherin, ihre eigenen Handlungen und die der Kinder mit entsprechenden Äußerungen zu begleiten, erleichtern dem Kind die Aneignung des Wortschatzes sowie der grammatikalischen Regeln und damit das Sprachverstehen und das Sprechen.
Durch das Anbieten von kleinen Geschichten, Fingerspielen, Gedichten und Liedern wird die Sprechfreude der Kinder geweckt.

Sensorische Entwicklung:
Sensorische Erfahrungen beziehen sich auf die Funktion der Sinnesorgane, die die Wahrnehmungstätigkeit des Kindes ermöglichen, das heißt die Aufnahme von Gegenständen, Ereignissen, Erfahrungen bzw. von unterschiedlichen Informationen aus der Umwelt. Sie unterstützen die Lernprozesse bei der Entwicklung kognitiver Fähigkeiten. Ein großes Angebot an Montessori-Materialien ermöglicht den Kindern das Sortieren, Ordnen und Vergleichen, sodass mehr und mehr Unterschiede in Form, Farbe und Größe erkannt werden können oder Gleiches zusammengehörig gesehen wird.

Soziale Entwicklung:
Dadurch, dass Kindheit heute vermehrt in einer Erwachsenenwelt stattfindet, kommt der sozialen Erziehung eine bedeutende Rolle in der Kinderkrippe zu. Oftmals kommen Kinder hier zum ersten Mal mit Gleichaltrigen in Kontakt. Sie müssen auf einmal teilen, um ein Spielzeug kämpfen, auf jemand anderen Rücksicht nehmen und sich einen Platz in der Gruppe sichern. Durch ausgedehnte Freispielphasen, in denen die Erzieherinnen als Beobachterinnen fungieren und nur in sehr schwierigen Situationen eingreifen, wird den Kindern soziales Lernen ermöglicht. Sie lernen miteinander zu spielen, schließen sich selbst in verschiedensten Gruppengrößen zusammen und bekommen dadurch die Möglichkeit vielfältige soziale Erfahrungen zu sammeln.

b) Den Kindern eine „Großfamilienatmosphäre“ bieten / Gesunde Ernährung im Alltag des Zwergennestes:

Das Zwergennest versteht sich nicht nur als familienunterstützende, sondern auch als familienergänzende Institution. So wollen wir den Kindern auch Geborgenheit und ein „zweites Zuhause“ schenken.
Um diese Atmosphäre zu ermöglichen ist es uns wichtig, die Speisen für Jause und Mittagessen gemeinsam mit den Kindern zu zubereiten. In den meisten Familien sind, sei es aus terminlichen oder anderen Gründen, gemeinsame Mahlzeiten nicht mehr Gang und Gäbe. Deshalb hat sich das „Zwergennest“ zum Ziel gesetzt, den Kindern diese wichtigen Erfahrungen und Sinneseindrücke beim Kochen zu ermöglichen.
Auch sitzen wir beim Essen alle gemeinsam an einem großen Tisch können uns wie in einer großen Familie unterhalten und austauschen.
Natürlich werden alle Hygienebestimmungen eingehalten und nur hochwertige Lebensmittel verarbeitet (Vollkornprodukte, mageres Fleisch und Fisch, Milchprodukte, frisches Obst und Gemüse, usw.)
Falls eines der Kinder aus gesundheitlichen oder religiösen Gründen, das eine oder andere nicht essen kann, wird selbstverständlich darauf Rücksicht genommen.

4.2 Zusammenarbeit mit den Eltern: Bei der Betreuung von Klein- und Kleinstkindern kommt der Zusammenarbeit mit den Eltern eine besondere Bedeutung zu. Wir geben den Eltern Informationen über unsere Arbeit und besondere Ereignisse des Tages. Weiters erfahren wir durch den ständigen Austausch Wichtiges aus der Lebenswelt des Kindes und über Änderungen der Lebenssituation, sodass wir besser auf jedes einzelne Kind eingehen können.